Georg Wilhelm Steller

Georg Wilhelm Steller


DSC_8583.jpgGeorg Wilhelm Steller wurde am 10. März 1709 im fränkischen Windsheim geboren. Georg Wilhelm besuchte zunächst das Gymnasium. Er studierte an den Universitäten in Jena, Leipzig und Halle(1729-1733), und legte 1734 sein Examen als Arzt ab. 

Die wirtschaftlichen Aussichten waren schlecht und er wollte nach Russland, um dort Arbeit zu finden. Nachdem er durch den orthodoxen Erzbischof von St. Petersburg in gelehrte Kreise eingeführt worden war, wurde er 1737 als Naturwissenschaftler in die Ptersburger Akademie der Wissenschaften aufgenommen.

Auf dieser Karte ist mittig die Beringstraße zu sehen. In der Mitte des linken unteren Viertels beginnt die Kamtschatkahalbinsel, die sich nach Nordosten zieht.

Ebenfalls 1737 begab sich Steller als Mitglied der "Großen Nordischen Expedition" nach Kamtschatka, nordöstlich von Japan gelegen. Die beschwerliche Reise dauerte drei Jahre. Unterwegs untersuchte und zeichnete Steller Pflanzen, Tiere und die Geologie entlang seiner Reiseroute. Auch die Menschen, die er unterwegs antraf, wurden genau beschrieben.

1741 erhielt Steller Nachricht von Vitus Bering. Darin bat Bering Steller, anstelle eines zurückgetretenen Teilnehmers eine Expedition nach Amerika mitzumachen. Steller stimmte zu und wurde so der erste europäische Wissenschaftler, der die nordamerikanische Pflanzen- und Tierwelt untersuchte.

Weihnachten 1745 setzte er seine Reise fort. Steller war aber bereits von den Strapazen seiner bisherigen Reisen gezeichnet und starb am 12. November 1746 in Tjumen in Westsibirien.

Nach Steller sind einige Tierarten benannt. Die bekannteste ist Stellerische Seekuh.

Zu seinem 300. Geburtstag im Jahre 2009 wurde daher ein Gedenkstein in Tjumen  errichtet, für den die Stadt großzügig einen repräsentativen Standort zur Verfügung stellte.